Farben-Therapie
Die Menschen empfinden im allgemeinen eine große Freude an der Farbe. Das Auge
bedarf ihrer,
wie es des Lichtes bedarf. man erinnre sich der Erquickung, wenn an einem trüben
Tage die Sonne
auf einen einzelnen Teil der Gegend scheint und die Farben daselbst sichtbar
macht. Daß man den
farbigen Edelsteinen Heilkräfte zuschrieb, mag aus dem tiefen Gefühl dieses
unaussprechlichen
Behagens entstanden sein. (GOETHE)
Das ganze Dasein eines
Maltherapeuten sollte immer mit Farbe "getränkt" sein. Überall muß man
Farben wahrnehmen, Farben beobachten, wo man auch ist, was man auch tut: die
wechselnden
Farben des Morgen- und Abendhimmels, die wechselnde Himmelsbläue zwischen Zenit
und Horizont,
Bäume, die ihre Farbe durch die Jahreszeiten hindurch wechseln,
die Farbunterschiede, wenn das
Licht von oben auf sie scheint oder wenn es durch sie hindurch scheint, die
verschiedenen
Schattierungen der Blüten, wenn man sie gegen den dunklen
Hintergrund grüner Blätter betrachtet
oder gegen das Blau des Himmels. All dies sollte man wahrnehmen, denn es erzählt
von den inneren
Qualitäten der Farben und ihren Beziehungen untereinander. (COLLOT
D´HERBOIS)
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