ART Training|INTRODUCTION (ohne Vorkenntnisse)

KUNSTFIGUR | CLOWN

"Ich kann auch Clown sein!"

mit Dr. POWIDL (Mag. Peter SPINDLER)

  "Der Clown ist Weltmeister im Scheitern" (SPINDLER). Ein durchgehendes Scheitern, ein Scheitern auf allen Ebenen. Man beginnt durch das Annehmen des Scheiterns, sich selbst zu verzeihen. In unserer Welt, die so wertet und beurteilt. Der Clown ist auch ein Roher und kein Zarter. Der Clown bricht mit allen Konventionen, die uns die Lunge zuschnüren. Der Clown befreit und aktiviert in uns diese irrationale Lebensbegeisterung, die wir zu dosieren gelernt haben, bis sie fast 0 geworden ist.

Es gibt den großen und den kleinen Clown. Der große Clown ist der Dick und der kleine Clown ist der Doof. Der Große ist der, der vorgibt großartig zu sein und hat zum Glück den kleinen Clown, der der einzige ist, der ihm das glaubt. Der kleine Clown ist begeistert vom großen und der große beschützt dafür den kleinen. Das ist das Abhängigkeitsspiel schlechthin.Clown sein bedeutet, in Intensitäten zu gehen, emotional und physisch die kein anderes Genre trägt. so wie der Clown Spannung aufbaut, das würde eine andere Methode sofort kollabieren.

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ab Herbst 2010

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Mag. Peter SPINDLER
als Cliniclown Dr. Benjamin POWIDL

       
  Der Clown nimmt im Unterschied zum Improdarsteller nicht den ersten Impuls, sondern den vierzehnten. Da kommt eine Möglichkeit und im Theater ist immer das Gesetz "Das nehme ich und greife auf und gehe den Impulsen nach!" - Der Clown ist eine Figur, die in die Verwirrung gehen kann und trotzdem interessant bleibt. Das ist auf der Bühne sonst nur schwer möglich. Verwirrung und Unsicherheit lassen ansonsten die Spannung abfallen und der Clown treibt das Ganze nur an. Der Clown schaut linkisch ins Publikum und fasziniert.

Man würde dem Clown nicht verzeihen, wenn er aus der Rolle fällt und einem anderen nimmt man das nicht ab, was der Clown geben kann.Zwei wesentliche Punkte brachte Mag. SPINDLER: erstens die Nacktheit, mit der auch der Clown sich selbst begegnet und zweitens, wie der Clown dem Publikum begegnet - und beides in diesem bloßen und neugierig, spielerisch, unvoreingenommen, mutig und prächtig.
 
         
  Der Clown, der in die Welt schaut, auf der Suche nach dem freudvollsten Moment und diesen zielgenau und voll präsent anpeilt und aufgreift und mit dem spielt, solange er Laune macht und den Kontakt zum Publikum aufrecht erhält und beide Parteien in Richtung Gewahrsein erhebt, in diese Enstase.

Sobald das eine aus ist, ist schon der Fokus wieder beim Potentiellen Mitspieler oder Spielgerät oder Spielsituation. Es ist uneingeschränkt, womit der Clown zu spielen vermag.

Der Clown braucht im gleichen Maße das Publikum, wie dieses den Clown braucht. Der Clown braucht dieses tragende Netz der Wertschätzung und der Aufmerksamkeit, um diesen sicheren Boden verlassen zu können, um Katharsis für die Zuschauer schaffen zu können. (H. S.)
 
         
 

 
         
 

 
         
 

 
         

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