ISSA - ART - Event 2010

 

 
ISSA-Ausbildungsleiter FRITZ-IPSMILLER begruesst Nikolaus LEYTNER und EMILIA ISSA-Leitung Christa IPSMILLER,
Emilia, Ursula und Nikolaus LEYTNER   
Harald FRITZ-IPSMILLER und Nikolaus LEYTNER
mit deren Ansprachenvorbereitung beschäftigt
 
     

Nikolaus LEYTNER:

Deutscher Fernsehpreis
Adolf Grimm Preis (in Deutschland die allerhöchste Ehrung)
Preis der Österreichischen Erwachsenenbildung
Erich Neuberg Preis
Österreichischer Staatspreis
Absolvent der Filmakademie, WIEN
Schüler von Axel CORTI (Regie) und Harald ZUSANEK (Drehbuch)


 

 


Ansprache von Nikolaus LEYTNER, Regisseur und Drehbuchautor:

Kunst fügt der Welt etwas hinzu. Einen i-Punkt, einen Gedanken-strich,  einen Nebensatz, ein Postskriptum...   Kunst ist: mit der Welt sprechen. Sich äußern über die Welt - zur Welt.  Sich äußern – sich ver-äußern: Die Idee muß aus dem Kopf heraus und auf das Papier, Zelluloid, die Leinwand  – was auch immer. Und das Kunstwerk muß heraus aus dem Elfenbeinturm. Zu sprechen lernt es erst, wenn es jemand findet, den es an-sprechen kann. Der zuhört. Hinschaut. Wo es etwas zum Schwingen bringt. Wo ein Echo entsteht.

Erst so, erst dann wird es zum Kunstwerk.

Schönheit für sich, ungesehen, existiert nicht. Schönheit entsteht im Auge des Betrachters. In seinem Kopf, seinem Bauch, seinem Herzen. Kunst für sich, unrezipiert, ist keine.

Ein Bild hängt an der Wand. Wird es von hundert Menschen gesehen: hängen hundert verschiedene Bilder an der Wand. Eine Vervielfältigung in die Phantasie des Betrachters. Jener Phantasie, die das Bild erst vollendet.

Das Kunstwerk wird vom Rezipienten mit-geschaffen.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwer es ist, diesen letzten, entscheidenden Schritt zu gehen. Diesen Schritt hinaus, auf den Zuschauer zu. Hinaus ins Sperrfeuer der Blicke. Hinaus in den Kugelhagel der Kritik. Aber: Dieser Schritt ist unverzichtbarer Teil auf dem Weg jedes künstlerischen Prozesses.

Wenn ich mich hier in diesen Räumen umschaue – niemand, glaube ich, braucht vor diesem Schritt Angst zu haben. Mut zu wünschen, erübrigt sich – weil dieser Mut generiert sich, bin ich überzeugt, aus dem Erfolg des heutigen Abends ganz von selbst.

 

 

 

 

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